Dr. Gabriele Reinartz:
Frau Ott, viele Menschen sind unzufrieden mit dem Ergebnis ihrer Pflegebegutachtung durch den MDK. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?
Susanne Ott:
Oft liegt es daran, dass Betroffene im Begutachtungstermin ihre tatsächlichen Einschränkungen nicht offen zeigen – aus Scham oder weil sie niemandem zur Last fallen wollen. Angehörige greifen automatisch helfend ein – aus Fürsorge, nicht aus Berechnung. Doch gerade dieses Verhalten führt zu einer verzerrten Darstellung der Situation. Die Folge: Die Begutachtung bildet den Pflegealltag nicht realitätsnah ab – und das führt zu Frust und Enttäuschung.
Dr. Gabriele Reinartz:
Was macht die PRO CLIENTA Unfall- und Patientenhilfe in solchen Fällen anders?
Susanne Ott:
Wir nehmen uns die Zeit, die es braucht, um die tatsächliche Pflegesituation genau zu erfassen. Unsere Pflegeberaterinnen und Pflegeberater arbeiten strukturiert, einfühlsam und mit einem geschulten Blick für Details. Wir sprechen über alle relevanten Lebensbereiche – von der Körperpflege über Ernährung und Mobilität bis hin zu psychischen Belastungen. Unsere Stärke liegt im genauen Zuhören, professionellen Dokumentieren und der ehrlichen Einschätzung.
Dr. Gabriele Reinartz:
Können Sie konkrete Beispiele nennen, welche Fehler beim MDK-Besuch häufig passieren?
Susanne Ott:
Ein typischer Fehler ist, dass Angehörige unterstützend eingreifen – zum Beispiel beim Anziehen, bei der Orientierung oder beim Toilettengang – ohne das dem Gutachter zu erklären. Auch die Aussage, dass bestimmte Dinge „manchmal“ nicht funktionieren, führt oft zu einer Fehleinschätzung. Und psychische Belastungen wie Antriebslosigkeit, Angst oder Verwirrtheit werden häufig gar nicht angesprochen – obwohl sie den Alltag enorm beeinträchtigen. Eine strukturierte Vorbereitung fehlt in vielen Fällen.
Dr. Gabriele Reinartz:
Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Klientinnen und Klienten den Pflegegrad erhalten, der ihnen zusteht?
Susanne Ott:
Am Anfang steht eine fundierte Pflegebedarfserhebung. Wir analysieren die medizinischen Unterlagen, führen Gespräche mit den Angehörigen und gleichen die Informationen sorgfältig mit den Begutachtungsmodulen ab. Alles wird fachlich dokumentiert. Wird ein Antrag abgelehnt oder ein zu niedriger Pflegegrad vergeben, begleiten wir die Betroffenen durch das Widerspruchsverfahren – mit klaren Argumenten, nicht mit Floskeln.
Dr. Gabriele Reinartz:
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten?
Susanne Ott:
Unsere Pflegeberater bereiten die Unterlagen so auf, dass Ärztinnen und Ärzte gezielt ergänzen können, was für die Begutachtung relevant ist. Wir entlasten sie im administrativen Bereich, ohne in ihre Verantwortung einzugreifen. Das schafft Vertrauen – bei den Betroffenen, bei den Ärzten und auch bei den Gutachtern.
Dr. Gabriele Reinartz:
Welche Bilanz ziehen Sie aus Ihrer Arbeit?
Susanne Ott:
Wir konnten in vielen Fällen erreichen, dass Menschen den Pflegegrad erhalten, der ihnen zusteht – auch nachdem ein Antrag zunächst abgelehnt oder zu niedrig eingestuft wurde. Das bringt echte Entlastung für Betroffene und Angehörige. Unsere Bilanz ist nicht nur in Zahlen messbar – sondern in der Dankbarkeit der Menschen, denen wir helfen durften.
Dr. Gabriele Reinartz:
Gibt es eine Möglichkeit, Ihre Unterstützung risikolos kennenzulernen?
Susanne Ott:
Ja, wir bieten eine kostenfreie Ersteinschätzung an. Dabei prüfen wir die individuelle Situation und geben eine ehrliche Einschätzung der Erfolgsaussichten – ganz ohne Verpflichtung. Für viele Familien ist das eine große Hilfe, weil sie endlich Klarheit bekommen.
Dr. Gabriele Reinartz:
Vielen Dank für das Gespräch, Frau Ott.
PRO CLIENTA Unfall- und Patientenhilfe verfolgt einen neuen Ansatz, der auf medizinischer Präzision basiert und sich von herkömmlichen juristischen Auseinandersetzungen abhebt. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Sachverständigen und spezialisierten Ärzten wird eine fundierte medizinische Basis geschaffen, die es den Betroffenen ermöglicht, ihre Ansprüche gegenüber den Versicherungen schnell und mit möglichst geringem Aufwand durchzusetzen.
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.